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Die Cessna 195

Nach Ende des 2. Weltkrieges durchlebten die amerikanischen Hersteller von Flugzeugen der allgemeinen Luftfahrt eine schwierige Zeit. Die Firma Cessna mit einem eher konservativem Unternehmer am Ruder entschloss sich, an der Vorkriegsepoche festzuhalten und brachte ein Konzept auf den Markt das schon bei seiner Präsentation der Vergangenheit angehörte. Vorbild für die Cessna 195 war die in den 30er Jahren konstruierte Cessna Airmaster. Zu den typischen Merkmalen eines Flugzeuges dieser Epoche zählen ein Motor, der rund ist (wir sagen heute Sternmotor), einem breiten und geräumigen Rumpf oder Zelle und einem Spornrad am Heck des Flugzeuges. Andere Hersteller wie Beech oder Piper setzten auf Innovation und entwickelten völlig neue Flugzeuge. Diese hatten einen neuartigen Boxermotor (flat engine) und ein Bugrad, das das Handling am Boden und vor allem bei der Landung wesentlich komfortabler machten.

Hier sehen Sie ein wunderschönes Exemplar der Cessna Airmaster. Flächen, Ruder und Zelle sind noch mit Stoff bespannt. An den Proportionen und den Formen der Randbögen und Ruder erkennt man die nahe Verwandtschaft zur großen Schwester 195. (Das Bild stammt von www.digerhistory.com)

Trotz der wesentlich größeren Zelle hat Cessna bei dem Modell 195 alles auf Geschwindigkeit gesetzt. Dank der strömungsgünstigen Cowling, der schlanken Fahrwerksfedern und des optimierten Profils der Tragflächen erreicht das Flugzeug mühelos eine Reisegeschwindigkeit von etwa 260km/h. Damit war es kaum langsamer als die kleineren Verkehrsflugzeuge dieser Epoche. (Bild: Christian Eibicht, Veterano)
   

 

Auf der hinteren Bank sitzend blicken Sie auf das Instrumentenbrett der Cessna Businessliner, wie die 195 verkaufswirksam genannt wurde. Das Panel wurde vor einigen Jahren von allerlei Überflüssigem befreit und wieder in den Urzustand zurückversetzt. Bis auf die Funkgeräte, die aus der heutigen Zeit stammen, sind nur die wirklich zum Fliegen notwendigen Uhren vorhanden.

 

Dieses Foto aufgenommen vom Co-Pilotensitz zeigt die linke Fensterreihe. Nachdem die Passagiere auf der hinteren Bank platzgenommen haben, steigt der Pilot zuletzt ein und gelangt über einen schmalen Mittelgang zu seinem Platz. Dieser liegt deutlich höher, denn nur so kann der Flugzeugführer während des Rollens überhaupt einigermaßen nach vorne sehen.